Wie fühlt sich Barmherzigkeit an – und wo begegnet sie uns im Alltag? Beim Stationenweg „Gemeinsam der BarmHERZigkeit auf der Spur“ haben wir genau das erlebt: vier kreative Stationen, viele Begegnungen, Musik, Wärme und das Teilen von Herzmomenten.
Lasst euch mitnehmen auf diesen besonderen Weg, der zeigt, wie kleine Zeichen Großes bewirken können.
1. Station – Senfkornladenkirche: Herzen zum Teilen
Schon an der ersten Station konnte man aktiv werden: In der Senfkornladenkirche war man eingeladen, Herzen zu teilen – Zeichen der Nächstenliebe, begleitet vom stimmungsvollen Klang des Posaunenchors.
2. Station – St. Anna: Bewegung und Gefühl
Im Alten- und Pflegeheim St. Anna wurde Barmherzigkeit lebendig: Ein kleiner Parcours führte mitten ins Geschehen, während ein Theaterstück zeigte, wie Mitgefühl Gestalt annehmen kann.
3. Station – ULF: Gemeinschaft am Feuer
Ein Becher Punsch vor der Kirche Unsere liebe Frau (ULF), wärmende Flammen und gemeinsame Lieder am Lagerfeuer – hier ging’s ums Miteinander. Musik, Gespräche und das Teilen von Geschichten erinnerten daran, dass Herzenseinfachheit verbindet.
4. Station – Nehemia Initiative: Kreativ, achtsam, berührend
Bei uns hinter dem großen Hoftor war Platz, um die Geschichte von Sankt Martin auf verschiedenen Ebenen zu erleben.
- Fotostation – Hoch zu Ross wie Sankt Martin
- Geschichte von Sankt Martin – vom Teilen und mutig Handeln
- Sand- & Lichtwannen – Herzensbotschaften in den Sand schreiben
- Kleiderrätsel – spielerisch entdecken
- Schattenwand – kreativ werden
Überall leuchteten pinke Herzen und zeigten euch den Weg zu den Stationen. Wer fleißig Stempel sammelte, durfte am Ende ein Rätselheft oder Pixi-Buch mit nach Hause nehmen – als kleine Erinnerung daran, wie schön es ist, das Herz sprechen zu lassen.
Die Geschichte von Sankt Martin – ein Herz teilt Wärme
Martin war Soldat. An einem eisigen Abend führte er seine Truppe heim – müde, hungrig, erschöpft. Am Stadttor saß ein armer Mensch, frierend und ohne Schutz. Martins Herz wurde schwer. Er nahm sein Schwert, teilte seinen Mantel und schenkte dem armen Menschen die Hälfte. Die anderen Soldaten wurden ungeduldig und schimpften: „Martin der Mantel ist nicht zum Teilen da! Spinnst du? Lass uns endlich nach Hause gehen. Es reicht uns jetzt!“
Martins Herz verkrampfte sich. Seit wann war helfen schlecht? Hatte er tatsächlich einen Fehler gemacht? In dieser Nacht erschien ihm Jesus im Traum:
„Martin, ich danke dir. Du hast dein Herz berühren lassen von der Not eines Menschen.“– Jesus im Traum zu Martin (nach der Legende)
Am nächsten Tag legte Martin sein Schwert nieder – er wollte kein Soldat mehr sein, sondern ein Mensch, der mit dem Herzen handelt.
BarmHERZigkeit bedeutet: sich berühren lassen – und das Herz handeln lassen.



